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Ihre Bewerbung hat überzeugt und die Einladung zu einem persönlichen Gespräch ist erfolgt, die erste Hürde ist geschafft - Glückwunsch!


1/3 Gute Vorbereitung ist das Ahhh & Ohhh

2/3 Erster Eindruck - Auftritt & Wirkung

3/3 Wie läuft´s? Begrüßung bis Verabschiedung


Üblicherweise sind bei einem Vorstellungsgespräch 2-3 Personen des Unternehmens als Gesprächspartner anwesend. In kleineren Betrieben kommt es aber auch vor, dass der Geschäftsführer persönlich oder nur ein Personalzuständiger das Gespräch mit dem Bewerber führt. Wenn mehrere Personen beteiligt sind, ist es wichtig, dass Sie alle Gesprächspartner miteinbeziehen und den Blickkontakt halten. Das zeigt, dass Sie alle Personen wahrnehmen.


Begrüßung   >   Smalltalk   >   Selbstpräsentation   >   Unternehmensvorstellung   >   Rückfragen   >   Verabschiedung


Die Begrüßung und eventuell die Frage, ob Sie gut hergefunden haben, stellt meistens den Einstieg eines Vorstellungsgesprächs dar. Personalentscheider wollen mit  Small Talk an dieser Stelle für eine lockere und angenehme Atmosphäre sorgen. Oft soll der Bewerber anschließend direkt von sich erzählen. Hier reicht eine kurze berufliche Selbstpräsentation. Hier können Sie die Motivation für die Stelle und das Unternehmen verdeutlichen, ansonsten wird dies in der Regel vom Personalentscheider im Anschluss erfragt. Viele Arbeitgeber stellen dann schließlich das Unternehmen vor und beschreiben noch einmal ausführlich das Tätigkeitsfeld der jeweiligen Position. Hier werden dem Bewerber häufig noch Fragen gestellt, um zu prüfen, ob er eine realistische Vorstellung von dem Tätigkeitsfeld hat und er für die Stelle fachlich und menschlich geeignet ist. Abschließend wird dem Bewerber die Möglichkeit eingeräumt, selbst noch Fragen zu stellen. Eine Info zum weiteren Verlauf und die Verabschiedung schließen das Gespräch ab.

 

Die Begrüßung
Hier gilt es darauf zu achten, dass Sie alle Gesprächsteilnehmer mit Händedruck begrüßen. Der Händedruck gibt viel Aufschluss über die Persönlichkeit eines Menschen. Ein zu lascher oder zu fester Handdruck wird in der Regel keinen guten Eindruck hinterlassen, deshalb sollten Sie auch dies vorher trainieren.

 

TIPP! Nehmen Sie Taschentücher mit um gegebenenfalls schwitzige Hände unmittelbar vor dem Gespräch noch einmal zu trocknen.

 

Small Talk als Gesprächseinstieg
Oft erkundigen sich Personalentscheider nach dem Anfahrtsweg. Dies dient als Gesprächseinstieg und ist meist der Anstoß zu einem kurzen Small Talk, der für eine entspannte Atmosphäre sorgen soll. Vermeiden Sie, sich in voller Länge über die schlechte Verkehrslage auszulassen und betonen Sie viel mehr, dass Sie gut angekommen sind.

 

Selbstpräsentation
Da es um ein Kennenlernen geht, sollen Sie natürlich von sich erzählen. Ein sehr langer und auswendig gelernter Monolog ist hier nicht besonders vorteilhaft. Zu wortkarg sollten Sie aber auch nicht sein. Bringen Sie auf den Punkt welche beruflichen Stationen Sie bisher durchlaufen haben, welche Erfahrungen Sie gesammelt haben und führen Sie Beweggründe auf. Beziehen Sie sich hier ausschließlich auf berufliches und berichten Sie nicht von privaten Stationen. Wie Sie die Fragen beantworten, sagt aus, ob Sie in der Lage sind strukturiert zu denken und ob Sie einen roten Faden in der eigenen Vita sehen.

 

TIPP! Auf Lücken und Brüche sollte man zunächst nicht von sich aus eingehen, der Personalentscheider hakt hier selbst nach.

 

Es interessiert natürlich tatsächlich warum Sie eine gewisse Zeit aus dem Job waren, andererseits möchte man sehen, ob Sie in der Lage sind, solche Stationen im Lebenslauf plausibel darzustellen. Sie sollten sich vorher überlegen, wie Sie hierauf vorteilhaft antworten können und was Sie in dieser Zeit sonst noch gemacht haben, das Ihnen positiv ausgelegt werden könnte.

 

TIPP! Haben Sie eine längere Arbeitslosigkeit gehabt, sich aber gleichzeitig um einen Familienangehörigen gekümmert oder ehrenamtlich gearbeitet, so können Sie betonen, dass Sie trotz fehlender Berufstätigkeit Ihre Sozialkompetenz ausgebaut haben.

 

Motivation für die Stelle
Oft stellen Arbeitgeber die Frage, warum man sich gerade bei Ihnen beworben hat. Hier können Sie bereits sehr gut das gesammelte Wissen über das Unternehmen einbringen. Der Personalentscheider möchte hier echtes Interesse am Unternehmen und dem Aufgabengebiet spüren und sehen, wo die Schwerpunkte und Interessen des Bewerbers liegen.

 

TIPP! Bereiten Sie sich gut vor damit Sie tatsächlich 2-3 Aspekte nennen können, die Ihnen an dem Unternehmen positiv aufgefallen sind.

 

Unternehmensvorstellung
In der Regel werden Personalentscheider dann selbst noch etwas zum Unternehmen sagen und sich ebenfalls präsentieren. Hier gilt es aufmerksam zuzuhören. Sie sollten dem Gesprächspartner nicht ins Wort fallen, kann jedoch immer Nachfragen stellen. Trotz vorangegangener guter Recherche erfährt man hier oft noch Aspekte über interne Abläufe, die man vorher noch nicht kannte.

Tätigkeitsfeld der jeweiligen Position
Im Anschluss an die Unternehmenspräsentation wird dann konkret auf die ausgeschriebene Stelle eingegangen. Entweder der Personalentscheider beschreibt hier das Tätigkeitsfeld noch einmal detailliert oder aber er möchte zunächst von Ihnen Bewerber wissen, wie Sie sich die Position selbst im Konkreten vorstellen. Auch hier sollten Sie zeigen, dass Sie bereits eine realistische Vorstellung von der Tätigkeit haben. Unklarheiten können an dieser Stelle geklärt werden und dem Personalentscheider können von Bewerberseite an dieser Stelle Fragen zur Position gestellt werden.

Fragen an den Bewerber
Viele Personalentscheider stellen dann noch weitere Fragen, um wirklich festzustellen, ob der Bewerber menschlich und fachlich für das Unternehmen und die ausgeschriebene Stelle in Frage kommt. Ganz klassische Fragen zu eigenen Schwächen und Stärken, aber auch ausgefallene Fragen bis hin zu provokativen Fragen und psychologischen Testfragen, sollen Aufschluss über die Persönlichkeit und Motivation des Bewerbers geben.
Wichtig ist, sich hier nicht aus der Ruhe bringen zu lassen und authentisch zu bleiben. Oft gibt es hier keine richtigen oder falschen Antworten. Wie die Antwort bewertet wird, hängt meist vom jeweiligen Unternehmen und Gesprächspartner ab.

 

TIPP! Antworten Sie spontan, ehrlich und kurz. Personalentscheider merken nämlich sehr schnell, wenn man sich hier schon vorher Antworten zurechtgelegt hat.

 

Der Personalentscheider möchte Sie kennenlernen und ein möglichst echtes, authentisches Bild von Ihnen erhalten, um herauszufinden, ob sie zu dem Unternehmen passen. Es schadet jedoch nicht, eine Ahnung davon zu haben, welche Fragen hier ungefähr gestellt werden, um die Situation besser einschätzen zu können und sich nicht aus der Fassung bringen zu lassen. Weiß man vorher, dass es sich bei einer bestimmten Frage, um eine Provokation handelt, reagiert man viel entspannter. Oft möchten Personalentscheider durch provokative Fragen den Bewerber verunsichern, um die Belastbarkeit zu testen und haben nicht vor, den Bewerber persönlich anzugreifen.

 

Folgende Fragen können im Vorstellungsgespräch gestellt werden:

Klassische Fragen:

  • Erzählen Sie bitte etwas über sich selbst!
  • Warum haben Sie sich (speziell) bei uns beworben?
  • Was wissen Sie über unser Unternehmen?
  • Wo liegen Ihre Stärken?
  • Wo liegen Ihre Schwächen?
  • Warum sollten wir Sie einstellen?
  • Welche langfristigen Ziele haben Sie?
  • Haben sie noch Fragen?


Provokative/psychologische Fragen: 

  • Wie gehen Sie mit einem genervten oder frustrierten Kunden um?
  • Wer hat Sie im Leben am meisten beeinflusst?
  • Was ist Ihr größter Fehler – und was haben Sie daraus gelernt?
  • Was haben Sie zwischen … und … gemacht? (Lücke im Lebenslauf)
  • Wie viele Golfbälle passen in einen Schulbus?

 

Rückfragen - Fragen an den Personalentscheider
Einige Fragen beantworten sich wahrscheinlich bereits im Gesprächsverlauf von selbst. Wenn Sie während des Gesprächs bereits Interesse an dem Unternehmen und der Position gezeigt haben, sich in das Gespräch eingebracht haben und ein lebendiges Gespräch entstanden ist, so ist es nicht unbedingt nötig hier künstliche Fragen in den Raum zu werfen. 
Falls Sie während des Gesprächs noch keine Fragen gestellt haben, dann sollten Sie an dieser Stelle auf jeden Fall die Gelegenheit nutzen und Fragen stellen, die zeigen, dass Sie ernsthaftes Interesse an einer Mitarbeit im Unternehmen mitbringen. Sinnvoll sind hier Fragen zur Unternehmenskultur oder zum Tätigkeitsfeld der ausgeschriebenen Stelle wie z.B.: „Können Sie mir einen klassischen Tagesablauf von einem Mitarbeiter in der Position Xy beschreiben?“ Oder „Können Sie mir Ihre Unternehmenskultur beschreiben?“

 

Verabschiedung
In der Regel wird man Ihnen vor der Verabschiedung noch eine Info zum weiteren Verlauf geben. 

  • Sind noch andere Bewerber im Gespräch?
  • Ist im Bewerbungsverfahren ein weiteres Gespräch geplant?

Wann erhalten Sie eine Rückmeldung
Sie sollten warten, dass der Gesprächspartner Ihnen diese Info gibt. Falls gar keine Infos zur Rückmeldung erfolgen, können sie dann ruhig nachfragen, wann sie mit einem Feedback rechnen können. Dies zeigt Verbindlichkeit und Interesse ihrerseits.

 

TIPP! Sie sollten in der Wartezeit nicht drängen. Wenn sie zum zugesagten Termin noch keine Rückmeldung erhalten haben, können sie zum ersten Mal telefonisch nachhaken.

 

Die Verabschiedung sollte natürlich in freundlichem und höflichen Ton erfolgen. Beenden Sie das Gespräch niemals von sich aus. Wann das Gespräch beendet ist, entscheidet immer der Personalentscheider.

 

Checkliste Vorstellungsgespräch

Begrüßung – angemessener Händedruck, Lächeln, Blickkontakt
Blickkontakt halten & auf Körperhaltung achten
Stellenanzeige und Anforderung kennen
Kurz & knackige Selbstpräsentation: berufl. Stationen (keine privaten), Erfahrungen, Beweggründe
Beispiele zu Erfolgen / Erfahrungen sind abrufbereit
Begründungen für Lücken im Lebenslauf sitzen (Tipp! Ausbau Sozialkompetenzen!)
Motivationsfrage: 2-3 positive Aspekte zum Unternehmen
Auf klassische Fragen vorbereitet
Auf provokative / psychologische Fragen vorbereitet
Notierte Rückfragen an Personalentscheider - Ernstes Interesse bekunden!
Keine Infos zum weiteren Verlauf? Fragen Sie, wie es weitergeht.
Fragen Sie wann Sie mit dem Feedback rechnen können
Das Gespräch beendet der Personalentscheider!
Verabschiedung freundlich & höflich

 


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