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Das Institut für Arbeitsmarkt und Berufsforschung (IAB) sieht für 2018 einen weiteren Rückgang der Arbeitslosigkeit voraus, die Zahl der Erwerbstätigen soll um ca. 550.000 auf 44,83 Millionen Menschen steigen. Im Zuge der „positiven“ Entwicklung des Arbeitsmarktes und der rekordverdächtig niedrigen Zahl an arbeitslosen Menschen, sehen Arbeitgebern sich bei der Personalauswahl ganz neuen Herausforderungen gestellt. Die Digitalisierung und der demographische Wandel werden die Arbeitswelt wohl nachhaltig verändern. Andererseits bietet dies Quereinsteigern und Menschen die ihren Berufsabschluss auf dem zweiten Bildungsweg erworben haben, bessere Einstiegsmöglichkeiten ins Berufsleben. Was von Arbeitgeberseite im kaufmännischen Bereich für die Personalauswahl entscheidend ist, möchten wir mit Frau Cals y Abshof von der Phoenix Personalarbeit GmbH thematisieren, die kaufmännische Angestellte beschäftigt und selbst rekrutiert.

Frau Cals y Abshof, Sie sind Geschäftsführerin von Phoenix Personalarbeit. Wie viele Mitarbeiter beschäftigen  Sie und was bietet Ihr Unternehmen für Dienstleistungen an?
Wir beschäftigen derzeit 18 Mitarbeiter. Unser Schwerpunkt sind Dienstleistungen im HR-Umfeld, in erster Linie die Erstellung von Entgeltabrechnungen und die Betreuung von HR-IT-Systemen für Kunden aus unterschiedlichen Branchen.

 

Wie schätzen Sie die Veränderungen im Zuge der zunehmenden Digitalisierung im Hinblick auf Ihren Arbeitsbereich ein?
Unsere Arbeitsprozesse im Bereich HR laufen bereits sehr lange digital ab und wir sehen uns auf diesem Gebiet auch ein bisschen als Vorreiter, da wir beispielsweise schon seit über 10 Jahren mit elektronischen Payslips oder mit Urlaubsanträgen auf mobilen Endgeräten arbeiten. Das macht schon sehr lange unser tägliches Geschäft aus. Dieser Trend wird sich in Zukunft weiter durchsetzen und wohl auch Branchen und Mitarbeitergruppen betreffen, die man auf Anhieb nicht unbedingt mit Digitalisierung assoziiert.


Sie kümmern sich persönlich um die Auswahl Ihrer Mitarbeiter. Worauf achten Sie im Bewerbungsprozess? Was müssen Bewerber für Soft Skills mitbringen und welche Hard Skills sind entscheidend?
Bei aller Digitalisierung ist das persönliche Kennenlernen das wichtigste Medium im Recruitingprozess. Hierbei verlasse ich mich natürlich auf meine langjährige Erfahrung und eine gute Menschenkenntnis ist auch nicht schädlich. Letztlich ist mir ganz wichtig, dass der Bewerber in das Team passt und motiviert ist.
Wenn ein Bewerber engagiert ist und mit Freude das Team unterstützen möchte, ist das Gold wert. Fehlende Fachkenntnis kann man schulen, fehlende Motivation oder Desinteresse kann man jedoch nur schwer in positive Energie umwandeln.
Ob ein Bewerber in das Team passt, finden wir in der Regel an einem Schnuppertag heraus, zu dem wir Bewerber einladen, wenn wir nach dem ersten Gespräch der Meinung sind, dass es passen könnte. Dann hat der Bewerber selbst die Chance, zu testen, wie sich der zukünftige Arbeitsplatz anfühlt und wie er mit dem Team klarkommt. Wir lernen so den Bewerber noch einmal von einer anderen Seite kennen und haben damit sehr gute Erfahrungen gemacht. Die erforderlichen Hard Skills hängen von der jeweiligen Position ab.
Natürlich ist eine kaufmännische Ausbildung wichtig und Zahlenaffinität sollte der Bewerber auch mitbringen. MS-Office-Kenntnisse und ein guter Umgang mit dem PC sind ebenfalls wichtig, auf sehr gute Noten legen wir jedoch keinen großen Wert. Wir lesen in Arbeitszeugnissen in Bezug auf Zuverlässigkeit und Arbeitsbereitschaft gerne zwischen den Zeilen und holen im Zweifelsfall schon einmal die Auskunft eines ehemaligen Arbeitgebers ein.


Wie wird sich Ihrer Meinung nach der Recruitingprozess in Zukunft verändern?
Der Recruitingprozess wird künftig sicherlich noch stärker über digitale Medien und soziale Netzwerke laufen. Das wird meiner Meinung nach jedoch nur die Anbahnung und den Erstkontakt betreffen. Das persönliche Gespräch wird weiterhin durch nichts zu ersetzen sein.


Welche Erfahrung haben Sie mit Umschülern gemacht?
Mit Umschülern haben wir sehr gute Erfahrungen gemacht. Wir haben im vergangenen Jahr mehrere Absolventen einer Umschulung eingestellt, unter anderem auch von lernen bohlscheid, und damit unser Team um einige hochmotivierte Mitglieder verstärken können. Wir müssen zwar ein wenig mehr Aufwand in die Einarbeitung der neuen Kollegen investieren, aber das ist absolut lohnenswert. Die Kollegen sind ja durch die Umschulung noch im Lernmodus und können sich schnell auf die neuen Aufgaben einlassen. Wir geben den Umschülern eine Chance, die ja auch oft einen nicht ganz stringenten Lebenslauf haben und dadurch als Quereinsteiger nicht einen ganz so leichten Einstieg haben. Letztlich ist es eine Win-Win-Situation und aus meiner Sicht der Grundstein für eine lange und gute Zusammenarbeit.

 

Frau Cals, Geschäftsführerin Phoenix GmbH

Adresse

lernen bohlscheid
Akademie für Bildungsprojekte GmbH

Hansaring 63 - 67  |  50670 Köln

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Fax:

0221 16050-0
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